Westfalen-Blatt, 11.10.2010
Vize-Landrätin Ulrike Boden und andere Gastredner loben die neue Seniorenresidenz
Werther (mapu). Mit vielen Vorschusslorbeeren ist die neue Seniorenresidenz an der Rosenstraße am Samstag bedacht worden. Das 2,2-Millionen-Projekt gilt als zukunftsweisende Wohnform, wie auf dem Baustellenfest deutlich wurde.
Noch herrscht auf dem Gelände ein etwas staubiger Baustellencharakter: Die Wohnanlage mit zwölf Apartments und neun seniorengerechten Wohnungen soll erst am 1. November eröffnet werden. Doch schon jetzt zeichnet sich der besondere Charme ab. „Hier wurde ein echtes Stück Wertheraner Geschichte erhalten“, sagte Bürgermeisterin Marion Weike. Denn als Vorgabe für eine Baugenehmigung galt es, das Fachwerk des alten Pötting-Hauses zu erhalten.
„Das war nicht ganz einfach“, sagte Gerrit lmkemeyer von der Firma Bauidee Werther. „Im Grunde haben wir ein neues Haus in ein altes reingebaut: Das Fachwerk wurde nur als Fassade erhalten. Aber es hat sich unheimlich gelohnt“, sagte er.
Stellvertretende Landrätin Ulrike Boden sprach von einem echten Filetstück: „Diese Wohnanlage liegt im Herzen der Stadt, alles ist fußläufig erreichbar. Besser geht es gar nicht. Hier können Menschen nach ihren eigenen Vorstellungen leben.“ Denn an der Rosenstraße wird kein Betreutes Wohnen, sondern eine Hausgemeinschaft eingerichtet. „Die Bewohner haben einen großen Gemeinschaftsraum, in dem sie sich treffen können. Es wird zusammen gekocht und gespielt. Die Menschen sorgen dort selbst für ihren Tagesablauf“, erklärte Dr. Bernd Meißnest, erster Vorsitzender des verantwortlichen Pflegeträgers „Daheim“. Nach Angaben von Meißnest betreibt „Daheim“ im Kreis Gütersloh inzwischen neun Hausgemeinschaften für Senioren.
“Wir haben diese Wohnform im Ausland entdeckt und sie 1999 im Kreis eingeführt. Ende des Jahres wird es im Kreis 500 Wohnplätze dieser Art geben. Und der Bedarf wächst“, sagte Meißnest. Die Seniorenresidenz an der Rosenstraße ist in Werther das erste feste Wohnangebot des Vereins „Daheim“.
Marion Weike bezeichnete die Seniorenresidenz als großen Gewinn für Werther: „Für die Attraktivität einer Stadt ist es sehr wichtig, dass sie möglichst vielfältige Wohnformen für Menschen aller Generationen vorhält. Das Projekt an der Rosenstraße ist eine weitere Bereicherung.“
Zeigen sich begeistert von der neuen Seniorenresidenz (von links): Die beiden »Daheim«-Geschäftsführer Susann Klingert und Burkhard Kankowski, Bürgermeisterin Marion Weike, Vize-Landrätin Ulrike Boden, »Daheim«-Regionalleiterin Sonja Buschmann, Architekt Wolfgang Fritsche, Bauherrin Michaela Imkemeyer und Bauherr Matthias Stüve sowie Gerrit Imkemeyer von der Firma Bauidee Werther. Foto: mapu (WB)